Ehemaliger Benziner, lief früher für den Katastrophenschutz, Bj 1965. Jetzt verdieselt mit OM 617, 80PS, 3Liter. Diesel 200Liter, Wasser 100Liter in Tanks, zuzügl. div. BW-Kannister a 20 Liter, Reifen eingetragen 275 / 80 R 20 MPT
Unimog S 404.1 Ausf.TLF8
Umbau zum Wohnmobil im Jahr 1991. Eingetragen als Sonder-KFZ: WoMo.
Originalkoffer entfernt, dafür wurde der GFK- Wohnkoffer montiert
Der Kofferaufbau besteht aus GFK-Sandwich, Stärke 40mm, mit umlaufendem Rahmen aus geschweißten Aluwinkeln. Zusätzlich Alu-Aufstelldach mit herrausziehbarem Bett. Stehhöhe bei aufgestelltem Dach. Dreipunkt- Halterung für verwindungsfreie Montage des Koffers auf dem Fahrzeug. Solaranlage 130W. Katadyn-Wasserfilter. 12V Bordnetz.
Mehr Bilder vom Wiederaufbau findest in der Rubrik: Unimog-WoMo in der
Durch einen unplanmäßigen "Freiflug" in Tunesien im Jahr 2000 wurden folgende Schäden "angerichtet": Fahrerhaus gebrochen, Getriebe kaputt (5.Gang ausgefallen), Kühler aus Halterung gerissen, Kupplung verklemmt (konnte nicht mehr auskuppeln), Hilfsrahmen vom Koffer verbogen (tanken nur mit Hilfe eines "Kuhfuß" möglich), Lichtmaschine und 12 / 24V-Umschaltrelais defekt (kein Strom mehr, keine Motorkühlung mehr, da E-Lüfter). Hab ich noch was vergessen? Du kannst dir denken, dieRückfahrt war ein Erlebniss für sich.
Danach habe ich den MOG erstmal "in die Ecke gestellt" und mich mit anderen Projekten beschäftigt (Robur, Deutz, doch dazu später mehr). Diese Fahrzeuge waren ein paar Nummern größer. So nach und nach bekam ich jedoch wieder Bock auf meinen "knuffeligen" MOG. Nachdem ich diesen wieder aus der Ecke gekramt habe (da war doch noch irgendwo ein MOG?), begann das Abenteuer: wie kriegt man so was wieder zum laufen? Natürlich sollten beim Wiederaufbau auch gleich die Verbesserungen nachher mit eingearbeitet werden, die sich so aus den bisherigen Erfahrungen angesammelt haben. Start für die "Wiederherstellung" war der Sommer 2002 (ein sonniger Sommer, wie es sichdafür gehört).
Die Reparatur der kaputten Komponenten war mir zu teuer. Deswegen mußte ein zweiter MOG her, am besten einer vom Bund, mit "platten" Motor (dafür habe ich ja meinen Diesel), frei nach dem Motto: "nimm zwei und mach einen". Bei Torsten Büter / Unimog and parts (ein guter Typ, sehr zu empfehlen) wurde ich fündig, der Rest von seinem MOG hatte Mat.-Erhaltungsstufe 4. Da der MOG nicht fahrbereit war, hat er mir einen fairen Preis gemacht. Auf jeden Fall sollte der Hilfsrahmen vom FuKo unter meinen GFK-Koffer geschraubt werden, die Dreipunktlagerung vom Bund ist viel stabiler als beim TLF8. Gleichzeitig sollten diverse Modifizierungen mit durchgeführt werden, auf die ich hier näher eingehen will.
Bei den Umbaubeschreibungen will ich garnicht so sehr in die allgemein technischen Details gehen wie, Verdieselung des MOG´s, Vorteile / Nachteile, Umbau nach Haas oder Kuhn, usw. sondern mehr die speziellen Kleinigkeiten herausstellen, die aber in der Praxis oft sehr nützlich sind wie: klappbarer Anbautisch beim Wohn-MOG, Arbeitstisch hinten mit Schraubstock, Standheizung mit Warmwasserbereitung, usw. usw.