Startseite
Saharareisen
Treffen und Termine
Reiseberichte, Länder
Unimog 404-WoMo
der Steckbrief
die Kofferumbauten
die Fahrzeugumbauten
Navigation + Computer
andere Fahrzeuge
Fahren mit Salatöl
Bildergalerie
Forum
Links
Gästebuch
Hier erreichst Du mich
 





Hier beschreibe ich nun den Umbau des Wohnkoffers. Die einzelnen Umbaumaßnahmen werden separat beschrieben. Weitere Bilder zum Umbau findest du in meiner       offroad-Bildergalerie

Priorität beim Umbau: autarkes Wohnmobil, mit hoher Geländetauglichkeit

  • Diesel-Wasserstandheizung, mit Warmwasserbereitung
  • Turm-Petroleumofen als "Notheizung", mit "spezieller" Petro-Lagerung
  • Wasserentkeimung mit UV-Bestrahlung und Katadynfilter (Keramik und Aktivkohle)
  • Alu-Aufstelldach für Stehhöhe, mit herauziehbarem Bett
  • stabilerer Hilfsrahmen vom FuKo, mit Dreipunktlagerung
  • hintere Ablage als Arbeitstisch, Schraubstock, Motorradhalterung
  • Heckkran für Reserverad, teleskopierbare Arbeitslampe
  • 12V und zusätzlich 230V über Wechselrichter von Bordakkus
  • Umstieg auf GEL-Bordakkus (200Ah Gesamtkapazität)
  • Verbesserung der Ladecharakteristik, kombiniertes laden von Säure- und GELbatterien mit IUoUo-Kennlinie
  • Vergrösserung der Solaranlage auf 170W, Laderegler mit MPP-Technik
  • klappbarer Seitentisch, mit Aussenanschluß für Gas und Wasser
  • Propan nur noch zum kochen, Flaschenaustausch von aussen
  • Verbesserung der Inneneinrichtung, z.B. rausnehmbare Schranktüren
  • Entlüftung für das Chemie-Klo (Geruch bei starker Wärme)
  • wichtig: Halterungsösen am Koffer und Fahrerhaus
  • Koffer und Fahrerhaus sollen, mittels Autokran, o.ähnl. abnehmbar sein
  • Koffer soll auch mal auf andere Fahrzeuge passen (Fahrzeugwechsel)
  • natürlich nach anpassen der Aufnahmen am neuen Fahrzeug
  • Musikanlage 1.200 Watt und "richtigen" Boxen
  • Was ich noch verbessern muß:
  • Austausch des Ladegerätes mit höherer Ladeleistung






Vorwort:

Ich habe mir preisgünstig (für "lau" aus ´nem Unfallwagen) eine Webasto Thermo-Top Z, als sogenannten "Zuheizer" besorgt. Dieser dient im modernen KFZ lediglich dazu den Motor schnell, bzw. überhaupt auf Temperatur zu bringen.                                               Als Unterschied zur "richtigen" Standheizung besitzt der "Zuheizer" keinen Anschluß für eine elektrische Umwälzpumpe und eine andere PIN-Belegung für den Startvorgang. Vorlauftemperatur und Abschalttemperatur des Überhitzungsthermostaten sind vorgegeben.

Auf meinem Server habe ich die ZIP-Datei abgelegt und hier verlinkt:         Webasto-Unterlagen, ca 2,34 MB. Einfach auf´s Bild klicken

In diesem ZIP habe ich meinen Umbau "vom Zuheizer zur Standheizung" beschrieben. Zusätzlich ist das komplette Webasto-Handbuch, mit PIN-Belegung, Schaltpläne usw. enthalten. Das Handbuch umfaßt die Typen Thermo-Top T, E + Z/C B+D, vieles ist "allgemeingültig". Als besonderer "Leckerbissen" ist auch die Diagnose-Software            Thermo-Test 2002, als exe-Datei dabei, incl. Bedienungsanleitung. Mit einem Notebook und der Software können Fehler in der Standheizung lokalisiert werden. Fehlt dann nur noch das entsprechende Verbindungskabel vom Diagnose-Stecker zum Notebook. Diese werden öfters bei Ebay angeboten.

Die "Einbindung" in den Wasserkreislauf usw. ist nachfolgend erläutert:

Die Standheizung ist als Diesel-Wasserstandheizung konzipiert. Ich habe mich für zwei getrennte Wasserkreisläufe für Kofferaufbau und Fahrzeugseite entschieden. Die Trennung, bzw. Wärmeübertragung zwischen den Kreisläufen erfolgt durch einen Hochleistungs-Plattenwärmetauscher aus Edelstahl. Meine Einbauidee will ich hier erläutern:


Das Konzept für die Kühlwasseranlage habe ich neu konzipiert. Der Kühlkreislauf vom Fahrzeug und Heizkreislauf vom Wohnkoffer sind durch den Plattenwärmetauscher in zwei getrennte Kreisläufe aufgeteilt. Es sind zwei Heizkörper montiert, einer im Eingangsbereich und einer unter dem Tisch (sehr niedrig, fast schon so eine Art Fußleistenheizung). Zusätzlich wurde ein zweiter Plattenwärmetauscher zur Vorwärmung des Pflanzenöls (PÖL) integriert. Dadurch wird sozusagen auf Wunsch während der Fahrt kostenlos Wärme vom Kühlkreislauf "abgriffen"

Schaltung der Kreisläufe

Die Anlage ist wie die Heizung zu Hause aufgebaut (mit Warmwasserspeicher).           Sieht vielleicht zuerst etwas komplizert ist aus, ist es aber nicht.

Im Prinzip gibt es hier auch einen Wärmeerzeuger (Standheizung oder Motor), Vor- und Rücklauf, Umwälzpumpen, Ausdehnungsgefäß, Thermostatventile, Warmwasserspeicher mit integriertem Wärmetauscher, verschiedene Heizkreise und Wärmetauscher, welche die Wärme von einem Heizkreis zum anderen "transportieren".

Getrennte Kreisläufe deswegen, weil die Heizung des Wohnkoffers oberhalb des Ausgleichbehälters im Fahrerhaus liegt (Luft- und Druckprobleme), separate Regelbarkeit durch schaltbare, elektrische Umwälzpumpen, aus Sicherheitsgründen (z.B. Schlauchbruch o.ä.), Fahrzeug läßt sich auch ohne Koffer fahren, da Trennung am Wärmetauscher (getrennter Kreislauf) möglich, durch diverse Abstellventile sind verschiedene Einsatzbereiche "steuerbar".

Während der Fahrt:

  • Dreiwegeventil II in Stellung I : Kofferaufbau heizen und Pflanzenöl vorwärmen
  • Dreiwegeventil II in Stellung II: Kofferaufbau heizen 
  • Ventil I auf :                           zusätzlich Fahrerhaus heizen 

Im Standbetrieb

  • Standheizung an:                                                                                             (siehe auch schematische Darstellung: Wasserkreislauf  Kofferseite)
  • heizen des Wohnkoffers mit Heizkörper
  • Warmwasserbereitung mit Speicher
  • zusätzlich, wenn elektr. U-Pumpe im Motorkreislauf an:                           (siehe auch schematische Darstellung: Wasserkreislauf Fahrzeugseite)
  • Dreiwegeventil II in Stellung I : Motor und Pflanzenöl vorwärmen
  • Dreiwegeventil II in Stellung I : Motor vorwärmen
  • Ventil I auf:                            zusätzlich Fahrerhaus heizen


Schematische Darstellung:  Wasserkreislauf Kofferseite

Achtung, Sicherheitshinweis!!  Kühlwasser kann über 100°C heiß werden!! 

In dem elektrischen Anschluß der kofferseitigen Umwälzpumpe (Heiz.-Pumpe hinten) ist ein Sicherheitstemperaturbegrenzer (STB) integriert, der bei ca 90°C die Stromzufuhr unterbricht. Somit ist dann keine weitere Wärmeaufnahme in dem Kofferkreis (Heizkörper / Warmwasserbereiter) mehr möglich.



Schematische Darstellung:  Wasserkreislauf Fahrzeugseite                                      Skizze mit integrierten PÖL-Vorwärmern

Wärmetauscher I

Ist für die Heizung und Warmwasserbereitung im Wohnkoffer vorgesehen.In dem separaten Heizungskreislauf des Wohnkoffers ist auch die Standheizung integriert, so daß im "Umkehrschluß" die Standheizung auch Wärme zur Motorvorwärmung, Fahrerhausheizung, PÖL-Vorwärmung zurückführen kann (wenn die elektrische Umwälzpumpe im Motorkreislauf zugeschaltet wird). Der Wärmetauscher funktioniert in die eine, oder auch andere Richtung, je nach Bedarf.

Wärmetauscher II und III

Sind für die PÖL-Vorwärmung vorgesehen, entweder im Fahrbetrieb, nach erreichen der Betriebstemperatur, oder im Standbetrieb per Standheizung (wenn die  elektrische Umwälzpumpe im Motorkreislauf zugeschaltet wird).

Wärmetauscher IV

Dieser Wärmetauscher ist die Fahrerhausheizung, welche bei Bedarf zugeschaltet werden kann


Elektrischer Anschluß / Regelung:

Da ich vornehmlich mit dem MOG in warmen Gegenden Urlaub mache, wo es gelegentlich aber doch nachts erheblich abkühlen kann, habe ich die Regelung wieder vereinfacht.

Priorität der Standheizung:

  • Heizen des Wohnkoffers, incl. Warmwasserbereitung
  • Gelegentliches vorheizen des Motors, bzw. des Fahrerhauses

Heizungsregelung: Da ich einen älteren "Zuheizer" BJ 1999 umgebaut habe, der noch nicht W-Bus gesteuert ist, genügte ein einfacher ein/aus-Schalter an PIN 3 vom 6poligen Stecker. Die Vorlauftemperatur ist fest eingestellt und durch die Standheizung vorgegeben. Wohntemperaturregelung durch Heimeier-Thermostatventil am Heizkörper. Warmwasser-Temperatur ungeregelt, wie Vorlauftemperatur/Heizung

Motorheizung: Durch einen separaten Schalter im Wohnkoffer wird die zusätzliche         E-Umwälzpumpe im Kühlerkreislauf eingeschaltet, wodurch dann, über den Wärmetauscher, rückwärts der Motor vorgeheizt wird. Für diesen Schalter habe ich den Last-Releas-Anschluß vom Webasto-Kabelbaum genutzt, so daß die Umwälzpumpe nur zusammen mit der Standheizung läuft. Je nach dem welche Kreise im Fahrzeug geöffnet sind, wird durch die Standheizung entweder nur der Motor vorgeheizt, oder auch das Fahrerhaus, bzw. das PÖL.

Während der Fahrt: Durch einen Schalter im Fahrerhaus kann die Umwälzpumpe der Standheizung alleine (also ohne Inbetriebnahme der Standheizung) eingeschaltet werden. Dadurch wird über das Kühlwasser und dem Wärmetauscher, während der Fahrt, kostenlos der Warmwasserspeicher aufgeheizt, oder sogar, wenn das Thermostaventil am Heizkörper geöffnet ist, der Wohnkoffer vorgeheizt.

Skizze über die Anbindung der Standheizung in den Kühlerkreislauf, Änderung des Webasto E-Schaltplanes, diverse und größere Fotos der Heizanlage sind wieder in meiner Bildergalerie. Weitere Webasto-Unterlagen sind in der ZIP-Datei zusammengestellt

Hier der Link zur Bildergalerie: Die Standheizung






Als Warmwasserbereiter (-speicher) habe ich einen vorhandenen, druckfesten 10 Liter Vaillant-Speicher "umfunktioniert". In diesen habe ich, als Wärmetaucher, eine 5m lange CU-Rohr"schlange" eingelötet. Jetzt heizt das Motor-Kühlwasser, oder die Diesel-Standheizung den Wasservorat auf ca 60°-70°C auf. Beim Standbetrieb auf dem Campingplatz (kommt seltener vor) kann auch elektrisch geheizt werden (dafür war der Speicher ja mal gebaut worden).


Hier meine "ursprüngliche" Fassung.
Im Gegensatz zur Planung mit dem
Wärmetauscher,
gibt es hier nur einen Kreislauf für alles,
der durch das Dreiwegeumschaltventil
gesteuert wird. Hier kann die Standheizung,
je nach Stellung des Dreiwegeumschaltventil,
den Koffer, oder das Fahrzeug mit heizen

Hier geht`s direkt zur Bildergalerie, Thema:   die Standheizung






So bequem und praktisch so eine Diesel-Standheizung auch ist (heizen, warmes Wasser, Motor vorheizen usw. und alles einfach geregelt und per Knopfdruck), nach 2 Tagen Heizbetrieb und bedecktem Himmel sind die Batterien leer (der Kühlschrank und ein bißchen Licht läuft ja auch noch mit).

Aus diesem Grund habe ich für den Notfall (Batterien leer), oder wenn`s mal nicht so warm sein muß, einen Petroleumofen der Marke "Turm" vorgesehen. Diese Öfen wurden von der Schweizer Armee (die haben nur gute Sachen) als Zeltheizung usw. eingesetzt und werden des öfteren ausgemustert und für schmales Geld versteigert. Landen dann auch hin und wieder bei Ebay, oder einfach nach Petroleumofen "googeln".

Ich habe mir das Vorgängermodell (ca 50 Jahre alt) besorgt, weil ich diesen einfach schicker fand und er vom Alter auch besser zu meinem jetzt "historischen Wohnmobil" paßt (...endlich hat`s mit dem H-Kennzeichen geklappt). Zum perfektem Transport habe ich eine Halterung aus VA hergestellt, auf welcher der Ofen auch beim Betrieb stehen bleiben könnte. Nach dem ersten Brennversuch hatte ich nicht den Eindruck, daß der Ofen stark riecht und wenn die Fenster dabei auf Kipp bleiben dürften die Abgase mich auch nicht gleich killen. Nachts, beim schlafen mache ich den Ofen ohnhin aus. Mal sehen, vielleicht modifizier ich da auch noch was.

Das Petroleum wird in einem Bootskannister auf dem Dach mitgeführt. Damit es beim Nachfüllen keine Petro-Planscherei gibt (das riecht dann doch etwas) habe ich da mal was gebastelt. Der Schlauchanschluß vom Bootskannister ist durch einen 8mm Benzinschlauch, der aussen geführt ist, nach unten verlängert. An dem ist dann ein Pumpball und ein Kugelhahn befestigt. Einfach Kugelhahn (1/4" mit 8mm Schlauchanschluß) öffnen, eventuell das erste Mal mit Pumpball "ansaugen", und das Petroleum entllert sich aus dem oben liegenden Bootskannister nach dem "Saugheberprinzip", ohne irgendwelche Pumpen usw.

Alles weitere erklären die Bilder in meiner offroad-Bildergalerie                             (Bilder ganz unten):    Die Standheizung






Die Wasser-Aufbereitung wurde neu aufgebaut.

Gründe:

  • Wollte keine Chemie mehr im Wasser
  • Die Durchlaufleistung des Keramik-Katadynfilters war mir zu gering
  • Jetzt Kombikerze Keramik / Aktivkohle
  • technischer Spieltrieb

Jetzt neu

-  doppelter Vorfilter in der Befülleinrichtung

-  UV-Lichtentkeimung direkt im Trinkwassertank

-  Kombifilterkerze Keramik / Aktivkohle
   (hat eine höhere Durchlaufleistung)

Mein Trinkwassertank hat die Maße 70 x 45 x 23cm, Inhalt ca 70Liter

Die Wasserentkeimung, -Befüllung

Die Wasserentkeimung beginnt bei mir bereits mit der Befüllung.
Die Anlage ist im Prinzip 3 stufig aufgebaut:

1.Stufe, die Befüllung (mit Vorfilter)

"Druckbefüllung" mittels Schlauch von Zapfstelle (wenn vorhanden), oder Tauchpumpe (Deckspumpe, Leistung 19 Liter/min, 1,4bar, 12Volt) zur Befüllung aus Kannistern / Eimer, oder direkt aus dem Teich, Tränke, Bach usw.
"Befülleinrichtung" fest eingebaut mit (in Fließrichtung): Gardena-Anschluß, Kugelabsperventil, 2stufigem Vorfilter mit Grobfilter (auswaschbar) und Aktivkohlefilter (1x jährlich Inhalt neu austauschen, ist selbst gebaut, siehe Fotos)
Soll das eindringen von Schwebeteilchen und trübem Wasser verhindern.

2.Stufe, der Haupttank (mit UV-Entkeimung)

Im Tank bleiben die 2 UVc-Lichtentkeimungslampen zur Verhinderung der Nachverkeimung, "umkippen" des Wassers, Veralgung usw.. Einschaltdauer automatisch 1,0 Std/pro Tag per Schaltuhr, zusätzlich manuell möglich, z.B. beim "nachbunkern" von Wasser. Keine zusätzliche Umwälzung mehr während des Bestrahlungsvorgangs. Der Tankdeckel bleibt prinzipell geschlossen (nur als Revi-Öffnung)

3.Sufe, die Entnahme (mit Kombfilter Aktivkohle / Keramik)

Nach der Shurflo-Druckpumpe, bevor sich das Wassernetz verzweigt, ist ein Katadyn-Kombifilter Aktivkohle / Keramik installiert (1x jährlich tauschen). Nur die Spülung das Thedfort-WC ist vor dem Filter abgezweigt.
Habe innen nur eine Zapfstelle an der Spüle und eine Aussenzapfstelle. Beide bekommen gefiltertes Wasser, da diese zum waschen und Essen zubereiten genutzt werden.

Zusätzliche Bemerkungen

Der doppelte Vorfilter besteht aus zwei billigen Baumarktfilter, Fabr. Einhell.
Die 1. Filterkerze habe ich zusätzlich mit Filtermaterial "ausgestopft".
Die 2. Filterkerze wurde zum Aktivkohlefilter umgebaut.
Das Filter-Granulat kaufe ich lose (gibt`s im Baumarkt für schmales Geld) und erneuere dieses 1x jährlich.
Bei der Gelegenheit werden die Teile dann mit Micropur / Chlor desinfiziert.

Im Prinzip ist der Umbau wie folgt ausgeführt:
- Filtereinsatz am Ausgang mit 40er HT-Kappe verschlossen, diese "durchlöchert" 
  und innen mit einer kleine Filtermatte abgedeckt, damit die Aktivkohle nicht
  durchfällt (mit dem Drehmel nachgearbeitet)
- mit Aktivkohle-Granulat aufgefüllt
- Filterkerze mit 40er HT-Kappe und Übergangsgummi verschlossen
- zur Erneuerung der Granualt-Füllung einfach die Filterkerze ausbauen und die die
  untere HT-Kappe (die mit dem Gummienippel eingesetzt ist) entfernen.

Zusätzlich ist noch die Tauchpumpe (Deckspumpe), ein Flachschlauch und Kabel zur Verlängerung an Bord (9m)
Mit dieser Einrichtung habe ich jetzt alle Möglichkeiten:
- Direktzapfung mit Schlauch vom Wasserhahn
- mit Tauchpumpe (kurzer Schlauch) aus Kannistern, Eimer usw.
- mit Tauchpumpe (Schlauchverlängerung) direkt aus Brunnen, Tränke, Bach, Pfütze usw.
- Eindringen von Schwebeteilchen, trübem Wasser usw. wird weit gehenst verhindert.

Hier noch einige Links zu dem Thema:

Osram UV-Entkeimung I                                                                                            Osram UV-Entkeimung II                                                                                            Katadyn Kombi-Filterkerze                                                                                         Thread im LKW-Forum I                                                                                             Thread im LKW-Forum II                                                                                            Thread im LKW-Forum III

Bilder wieder in meiner offroad-Bildergalerie, Thema: die Wasserversorgung






Der GFK-Wohnkoffer hat nur eine Höhe von 140cm, also Stehhöhe allenfalls für Zwerge. Allerdings kommt die geringe Höhe der Geländegängigkeit zugute, der Wagen ist nicht so kopflastig und kann sich "auch mal klein machen". Um den "Wohnwert" zu erhöhen muß also ein Aufstelldach her, am besten gleich mit herausziehbarem Bett, ähnlich wie beim "Bully"-Umbau.


Da der Koffer ein völlig planes GFK-Dach in Größe 200 x 300cm besitzt und zudem auch noch mit einer Holzeinlage und Alu-Rahmen verstärkt war, kam ich auf die Idee, einfach einen entsprechend großen Dachausschnitt auszusparen und ein "umfunktioniertes" Dachzelt "draufzusetzen". Zuerst habe ich mich nach gebrauchten Dachzelten umgeschaut, bei denen ich einfach den Boden rausschneiden wollte, aber keines hat überzeugt.


Auf einer Messe (oder war´s im Internet, ich weiß es nicht mehr) stieß ich auf die Löffler-Diamant Dachzelte aus Alu-Riffelblech. Diese waren eckig, unten plan und aus Alu. Genau so brauchte ich es, da war ich schon vorher begeistert. Also Herrn Löffler angerufen und gefragt, ob er mir so ein "Dachzelt" nach Maß, und unten offen, anfertigen kann. Er konnte. Wir haben die Details, Maße usw. besprochen und schnell wurden wir uns einig. Das Aufstelldach war auch für in ein Prototyp, doch letztendlich wurde einfach nur das Dachzelt "umfunktioniert" und Dachzelte bauen, das kann er wirklich, ich bin immer noch sehr zufrieden mit der Anfertigung.

Link zu Löffler-Diamant Dachzelte:     www.dachzelt.com

Der anschließende Einbau war ganz einfach: entsprechenden Dachausschnitt aussägen, Dach mit seiner ca 15cm breiten Auflagefläche plan aufsetzen, das ganze flächig mit Sikaflex verkebt und verschraubt. Von innen wurde die ganze Aussparung mit kräftigen GFK-Winkeln nochmal zusätzlich verstärkt, mit Dach und Aufstelldach verbunden und verblendet (ebenfalls alles mit Sikaflex verklebt). Der Einbau eines ausziehbaren Dachbettes, bestehend aus 3 Sperrholzplatten erfolgte dann ebenfalls. Das Bett wird nur zum schlafen ausgezogen, so das, bei aufgestelltem Dachzelt, Stehhöhe auf fast der gesamten Grundfläche besteht. Über dem Tischbereich ist keine Dachaussparung, damit noch etwas Staufläche auf dem Dach verbleibt (angepaßt am Rastermaß vom Zarges-Alukisten 60 x 40cm).


So habe ich jetzt zwei Schlafmöglichkeiten: 1) in der umgebauten Sitzecke, 2) im "Dachzelt". Jetzt die Preisfrage: wo schlafe ich am liebsten (wenn´s denn mal sein muß)? Richtig, im Dachzelt.                                                          Die Belohnung dafür ist diese super Aussicht

Hier geht`s direkt zur Bildergalerie, Thema:   das Klappdach






Kombiniertes laden von Säure- und GEL-Batterien.

Die Problematik: Bei mir sind 2 getrennte Batteriebänke vorhanden:                                1x Start mit 150Ah / Säure und 1x Bord mit 200Ah / GEL.                                               Die beiden Batterietypen habe eine unterschiedliche Ladecharakteristik. Für die Säurebatterien reicht die "normale" LiMa-Ladung, die GEL´s benötigen eine Ladung mit IUoUo-Kennlinie, um "richtig voll" zu werden. Daher muß für beide Batteriebänke eine unterschiedliche Ladung erfolgen. Dieses "kombinierte" laden war bisher das Problem. Gelöst habe ich dieses Problem durch Einsatz eines B2B-Ladergerätes.


Die Säure-Batterien (Start) werden geladen, womit auch immer. Mit der LiMa, dem "normalen" Ladegerät, oder den Solarkollektoren. Das B2B-Ladegerät "merkt" den Ladevorgang, schaltet durch und läd die GEL-Batterien (Bord), also B2B. Dabei wird die Spannung auf 14,4 Volt (wenn GEL´s eingestellt sind) "hochgepowert" und mit IUoUo-Kennlinie geladen. Das ganze ist elektronisch gesteuert. Es wird zwischen Hauptladung, Ausgleichladung und Erhaltungsladung unterschieden. Wenn an der Säure-Batterie keine Ladung mehr stattfindet, oder die Mindestspannung, wegen z.B. größerer Abnahme, unterschritten wird, geht das Gerät wieder auf Standby und trennt die Batteriebänke. Es wird also kein Batterie-Trennreleas mehr benötigt. Ich habe meines noch sitzen lassen und nur den D+ von der LiMa im Schaltkasten abgeklemmt. So kann ich im Notfall, oder Defekt, dieses wieder aktivieren und habe den "alten" Zustand wieder.

Übrigens, interessant ist der B2B-Lader auch wenn "vorne" 24Volt und "hinten" 12Volt installiert sind. Folgende "Lademöglichkeiten" sind lieferbar:                                         von 12V nach 12V mit 50Ah, Bestell-Nr.: BBC121250
von 12V nach 24V mit 50Ah, Bestell-Nr.: BBC122450
von 24V nach 24V mit 30Ah, Bestell-Nr.: BBC242430
von 24V nach 12V mit 30Ah, Bestell-Nr.: BBC241230

In Verbindung mit der LiMa funktioniert das einwandfrei. Entäuscht bin ich über mein Ladegerät (wenn man dieses überhaupt als solches bezeichnen kann). Es ist so ein Teil, welches in ein Anzeige- und Schaltpanel eingebaut ist, aus dem Campingbereich. Ich glaube, solche "Campingteile" taugen nichts für uns, sind nur Spielkram für´n Wochenend-Campingausflug. Diesen gesamten Bereich werde ich wohl als nächstes komplett neu aufbauen. Im Prinzip benötige ich nur noch ein "normales" Ladegerät mit anständig Leistung, da ja immer nur die Säure-Starterbatterien geladen werden. Die GEL´s mit der IUoUo-Kennlinie werden ja über den B2B-Lader geladen.


Der Link zum Sterling- B2B Lieferanten, mit Funktionserklärung: Shipshop                      Gekauft habe ich meinen Lader allerdings bei SVB in Bremen. Die haben zwar Sterling-Produkte im Angebot, aber noch nicht den B2B-Lader im Katalog. Haben den extra für mich bestellt, war kein Problem und ging sehr schnell. War sogar noch 10,00 Euro günstiger. Da ich in Bremen arbeite kaufe ich lieber dort, da habe ich einen Ansprechpartner "mit Gesicht" und nicht nur eine Internetadresse, für den Fall, "wenn mal was ist". Hier der Link zu "meinem" Lieferanten:  svb-Yachtzubehör

Ein ganz interessantes PDF-Dokument,                                                       mit dem Thema:                                                                                          "Immer Strom"

Hier geht`s direkt zur Bildergalerie, Thema:   elektrisches






Ich habe bei mir eine Thedford-Cassettentoilette C2 in einer Sitztruhe untergebracht. Nicht in einem abschließbaren WC-Raum, sondern im Wohnkoffer. Es kam, wie es kommen mußte: trotz Zusatzmittel, Reinigung, Dichtungen sind in Ordnung usw., bei "richtigen" Sommertemperaturen "müffelt" das Ding. Bei zuviel Zusatzmittel riecht es sogar unangenehm nach Chemie.

Da mußte Abhilfe her, in Form einer vernünftigen Entlüftung.

Dazu habe ich am Ausgußstutzen der Toilette einen abnehmbaren Schlauchanschluß angebracht und als Entlüftung einen 3/4" Spiralschlauch, mit Steigung, nach aussen verlegt. Aussen habe ich eine alte Truma-Kaminblende vorgesetzt, in der ich einen Aktivkohlefilter "gestopft" habe (hatte ich auch noch rumliegen, werden oft in die Entlüftung vom Minihebeanlage usw. eingesetzt).
Als Clou ist die Entlüftung jetzt elektrisch unterstützt und zwar habe ich dafür eine elektrische Luftpumpe "umfunktioniert". Diese gibt es für ganz schmales Geld im Spielzeugladen, zum aufpumpen von Gummibooten usw., mit 12 Volt über Zigarettenanzünder. Da diese Luftpumpe eine sehr große Luftleistung hat (240Liter/Min bei freiem Querschnitt) und durch die hohe Drehzahl auch etwas laut ist, habe ich einen 12 Volt Gleichstrom-Drehzahlregler davor gesetzt (gibt es bei Conrad, als Bausatz). Die Schlauchstutzen der Pumpe sind so ausgerichtet, daß Schwitzwasser entweder nach aussen abläuft, oder in`s Klo zurück. Auf keinem Fall sich aber in der Pumpe ansammeln kann. Die Luftpumpe wird noch, wegen dem Geräusch, mit Isolierung umwickelt.
An dem Truhendeckel ist ein Schranktür-Schalter angebracht (wie zu Hause, beim Barfach des Wohnzimmerschrankes). Das heißt also: Deckel auf, Pumpe rennt los, Drehzahl nach Wunsch (wenn`s "ernst wird" auch mal etwas mehr), Unterdruck im Klo, kein Gestank mehr wenn der "Schieber" geöffnet wird, alles fertig = Deckel zu und Ruhe im Karton.
Der elektronische Drehzahlregler (Conrad Nr.: 19 64 60-59, oder 19 02 19-59) läßt sich fein vom 0 - 100% einstellen. Im kleinen Bereich werden auch sehr wenig Ampere verbraucht. Eventuell könnte der Lüftermotor auch im ganz kleinen Bereich permanent vor sich hindümmpeln, das habe ich aber noch nicht ausprobiert.

Hier geht`s direkt zur Bildergalerie, Thema:   die Inneneinrichtung



                                        
zurück nach
offroad-unterwegs
zurück nach
Saharareisen
vorherige
Seite
 nächste
 Seite